Prepper-Begriffe einfach erklärt

Prepper-Begriffe einfach erklärt

Prepper-Begriffe einfach erklärt

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Wer neu in die Welt der Krisenvorsorge einsteigt, stolpert schnell über Abkürzungen und Anglizismen. Viele Begriffe sind nützlich, wenn man sie in Funktionen übersetzt. Dieser Text erklärt wichtige Konzepte ohne Jargon und zeigt, wie sie sich im Alltag anwenden lassen – vom ersten Taschenlampen-Upgrade bis zum strukturierten Notfallrucksack.

EDC – das, was du jeden Tag dabeihast

EDC (Everyday Carry) meint die Dinge, die du ohnehin trägst: Schlüsselbund, Telefon, Geldbörse. Mit minimalen Ergänzungen wird daraus ein funktionales Mini-Set. Eine kleine, zuverlässige Lampe, ein Multitool und ein Pflasterset machen aus dem EDC eine erste Sicherheitslinie. Der Schlüssel ist, es konsequent zu tragen und die Bedienung zu üben.

BOB – der Rucksack für 72 Stunden

Der Bug-out-Bag (BOB) ist ein tragbares System für drei Tage. Er bündelt Wasseraufbereitung, Nahrung, Wärme, Licht, Hygiene, Kommunikation und Erste Hilfe in einem tragbaren Paket. Ein guter BOB ist kein beliebiger Reiserucksack, sondern ein sinnvoll gepacktes System, das regelmäßig kontrolliert wird. Fertige Lösungen findest du in unserer Rubrik Notfallrucksack.

SHELTER und Wärme – die erste Schutzschicht

Im Freien zählt Schutz vor Wind und Nässe mehr als alles andere. Shelter umfasst Tarp, Biwaksack oder Zelt sowie Kleidungsschichten. Wärme entsteht durch Isolation, Windschutz und trockene Kleidung. In urbanen Szenarien bedeutet Shelter auch: im Gebäude bleiben, gefährdete Fenster meiden, Zugluft vermeiden und Räume klug wählen.

Wasser – reinigen, transportieren, sparen

Ohne Wasser geht wenig. In der Vorsorge unterscheidet man zwischen Lagerung, Transport und Aufbereitung. Lagerbehälter stehen kühl und dunkel, Transportflaschen sind robust und dicht, Aufbereitung erfolgt über Filter oder Chemie. Wer beides bereithält, bleibt flexibel. Passende Lösungen findest du unter Wasserfilter.

FOOD – nah an deinem Alltag

Nahrungsreserven helfen nur, wenn du sie auch essen willst. Rotation lautet die Devise: koche, was du lagerst, und lagere, was du kochst. Kompakte Kalorien wie Nüsse, Energieriegel und Trockenmahlzeiten ergänzen den Vorrat. Ein kleiner Kocher und Brennstoff erzeugen Unabhängigkeit, wenn der Herd kalt bleibt.

COMMS – hören, senden, verabreden

Comms steht für Kommunikation. Ein Kurbelradio empfängt Warnmeldungen, wenn das Netz schwächelt. Einfache Funkgeräte vereinbaren Treffpunkte und Zeiten. Wichtig sind klare Protokolle: Wer meldet sich wann, über welchen Kanal, und was ist der Plan B?

First Aid – die Fähigkeit, Menschen zu helfen

Erste Hilfe ist mehr als ein Pflastervorrat. Ein gutes Set enthält Handschuhe, Desinfektion, Verbände, Wundauflagen, Rettungsdecke, Schere und Blasenpflaster. Entscheidend ist das Wissen, das Material korrekt einzusetzen. Ein Auffrischungskurs alle paar Jahre hält Handgriffe wach. Ergänze persönliche Medikamente und dokumentiere Allergien.

PACE – Redundanz mit System

Das PACE-Prinzip strukturiert Alternativen: Primary (Hauptweg), Alternate (Alternative), Contingency (Notlösung), Emergency (letzte Option). Beispiel Wasser: Leitungswasser als Primary, abgefülltes Wasser als Alternate, Filter als Contingency, Tabletten als Emergency. So bleibt die Handlungsfähigkeit auch bei Ausfällen erhalten.

Bug-in vs. Bug-out – bleiben oder gehen

Manchmal ist es klüger, zu Hause zu bleiben (Bug-in) und die Wohnung als sichere Basis zu nutzen. Ein anderes Mal ist es sinnvoller, sich zu entfernen (Bug-out). Kriterien sind Wetter, Gefahrenlage, Mobilität und die Versorgungslage. Eine ehrliche Einschätzung und eine vorbereitete Evakuierungsroute sparen wertvolle Zeit.

Grauzonen vermeiden

Seriöse Vorsorge respektiert Gesetze, Umwelt und Mitmenschen. Messer werden sicher transportiert, Brennstoffe korrekt gelagert, Abwehrmittel verantwortungsvoll eingesetzt. Gute Planung verhindert Panikkäufe und reduziert Müll. Wer sauber arbeitet, schützt sich und sein Umfeld.

SOPs – Standardabläufe für Stressmomente

Unter Druck ist das Gehirn knauserig mit Aufmerksamkeit. Standard Operating Procedures – kurze, klare Abläufe – helfen, die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge zu gehen. Beispiel Blackout: Sicherungen prüfen, Wasser auffüllen, Geräte vom Netz trennen, Radio an, Nachbarn checken, Kerzen nur standsicher verwenden. Solche Listen hängen griffbereit und werden geübt.

Gewicht, Ergonomie und Reichweite

Auch der beste Rucksack nützt wenig, wenn du ihn nicht tragen kannst. Plane Gewichte ehrlich, teste die Passform und akzeptiere Kompromisse. Ein leichteres Messer, dafür eine bessere Stirnlampe; weniger Dosen, dafür Wasseraufbereitung. So entsteht ein Set, das dich wirklich weiterbringt – im Wortsinn.

Fazit

Die Prepper-Welt ist keine Geheimsprache. Hinter den Begriffen stehen praktische Entscheidungen: Was brauche ich wirklich, wie setze ich es sinnvoll ein, und wie halte ich es im Alltag bereit? Wenn du in Funktionen denkst und Schritt für Schritt Routine aufbaust, bist du der Musik voraus – ganz ohne Drama.

FAQ

Wie groß sollte mein EDC sein?

So klein, dass du es täglich trägst, so groß, dass es echte Probleme löst. Eine Lampe, ein Multitool und Pflaster sind ein guter Start.

Wie übe ich ohne großen Aufwand?

Testabende zu Hause, kurze Touren mit leichter Last und ein Erste-Hilfe-Refresher bringen viel Effekt in wenig Zeit.

Wo finde ich solide Informationen?

Gute Fachbücher, Trainings und verlässliche Herstellerangaben sind die Basis. In unserer Rubrik Bücher & Informationen findest du einen Einstieg.

Jetzt Wissen vertiefen → fluchtrucksack.de



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