Mein neues Tarp: Draußen schlafen ohne Zelt
Schlafen unter dem Tarp – warum ich mein Zelt verschenkt habe
Eine Nacht im Wald. Kein Zelt. Nur eine Plane zwischen zwei Bäumen.
Für viele klingt das nach Abenteuer – für andere nach Wahnsinn. Wer einmal unter einem Tarp draußen übernachtet hat, weiß: Entweder man liebt es – oder man lässt es bleiben.
Vor drei Jahren bin ich auf die Bushcraft- und Survival-Szene gestoßen. Seitdem habe ich verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, draußen zu schlafen. Unter dem Motto „Weniger ist mehr“ habe ich für mich inzwischen eine klare Entscheidung getroffen: Meine Zelte habe ich längst verschenkt. Ein Tarp gehört dagegen inzwischen zu meiner wichtigsten Ausrüstung.
Ein kleiner Erfahrungsbericht aus vielen Nächten im Wald.
Vom Zelt zum Tarp
Früher war ein Zelt für mich selbstverständlich, wenn es nach draußen ging. Doch je mehr Zeit ich im Wald verbracht habe, desto mehr habe ich gemerkt, wie viel Ausrüstung man eigentlich gar nicht braucht.
Gerade im Bushcraft-Bereich zählt oft ein anderer Ansatz: minimalistisch unterwegs sein und sich stärker an die Umgebung anpassen.
Ein Tarp passt genau zu dieser Philosophie. Es ist leicht, flexibel und lässt sich je nach Gelände und Wetter immer wieder anders aufbauen. Gleichzeitig bleibt man viel näher an der Natur als in einem geschlossenen Zelt.
Die ersten Versuche mit einer Baumarktplane
Meine ersten Experimente habe ich ganz simpel gestartet – mit einer Baumarktplane. Das funktioniert tatsächlich besser, als viele denken. Eine einfache Plane schützt vor Regen und Wind und lässt sich schnell zwischen zwei Bäumen spannen.
Doch nach einigen Touren zeigen sich schnell die Schwächen. Die Ösen reißen aus, das Material wird spröde und irgendwann entstehen die ersten Risse im Gewebe.
Für gelegentliche Ausflüge reicht das vielleicht aus. Wer allerdings öfter draußen unterwegs ist, merkt schnell, dass eine robuste Lösung deutlich mehr Spaß macht.
Gerade wenn Regen, Wind oder Frost dazukommen, wird eine stabile und flexibel aufbaubare Plane schnell zum großen Vorteil.
Warum ein Tarp so vielseitig ist
Der große Vorteil eines Tarps liegt in seiner Flexibilität. Durch die vielen Abspannpunkte kann man es an nahezu jede Situation anpassen.
Je nach Wetter und Gelände lassen sich ganz unterschiedliche Aufbauarten realisieren:
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offener Sonnenschutz
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klassisches Regendach
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halb geschlossene Konstruktionen
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komplett geschlossene Sturmaufbauten
Mit ein wenig Übung entsteht so aus einer einfachen Plane ein erstaunlich komfortabler Schlafplatz mitten im Wald.
Ein Tarp schützt zuverlässig vor:
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Regen
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Wind
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Morgentau
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starker Sonne
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herabfallenden Zweigen
Gerade bei Bushcraft-Touren ist das für mich inzwischen die perfekte Alternative zum Zelt.
Meine Erfahrungen mit dem Tarp von DD Hammocks
Nach meinen ersten Versuchen mit der Baumarktplane bin ich schließlich bei einem Tarp von DD Hammocks gelandet.
Der Unterschied ist deutlich spürbar. Das Material ist leichter, hat ein kleines Packmaß und macht bei Wind deutlich weniger Geräusche. Während einfache Planen oft laut knistern und den Schlaf stören, bleibt es unter dem DD-Tarp angenehm ruhig.
Besonders praktisch sind die vielen Schlaufen und Abspannpunkte, auch entlang der Mitte des Tarps. Dadurch ergeben sich viele zusätzliche Möglichkeiten beim Aufbau.
Je nach Situation kann ich das Tarp:
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zwischen Bäumen aufspannen
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bodennah als Wetterschutz nutzen
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als offene Überdachung am Lagerplatz aufbauen
Mein erstes DD-Tarp hat inzwischen einiges erlebt. Es hing schon über vielen Lagerfeuern und war allen möglichen Wetterbedingungen ausgesetzt – von kräftigem Regen bis zu frostigen Nächten.
Trotz einiger kleiner Brandlöcher und Begegnungen mit spitzen Ästen ist es bis heute voll funktionsfähig.
Wenn aus einer Person plötzlich drei werden
Mit der Zeit hat sich allerdings etwas verändert. Nach einigen Outdoor-Treffen ziehe ich inzwischen nicht mehr allein durch die Wälder – Mann und Hund sind jetzt oft mit dabei.
Bei gutem Wetter funktioniert das mit unserem 3×3 Meter Tarp erstaunlich gut. Für eine Sommernacht reicht der Platz auch zu dritt völlig aus.
Im Winter oder bei schlechterem Wetter wird es allerdings schnell eng. Wenn man das Tarp geschlossen aufbauen möchte, um Wind und Regen besser abzuhalten, fehlt dann doch etwas Platz – besonders mit Gepäck und Hund.
Die Kombination aus zwei Tarps funktioniert zwar grundsätzlich, ist aber nicht immer die praktischste Lösung.
Eine Begegnung im Harz
Beim Neujahrstreffen der Survival-Szene im Harz sind wir schließlich auf Hendrik von Fluchtrucksack.de gestoßen. Als Profi im Bereich Outdoor- und Survival-Ausrüstung hatte er schnell eine passende Idee.
Das Tarp von DD Hammocks gibt es nämlich auch in einer 4×4-Meter-Version.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied – tatsächlich sind es aber sieben Quadratmeter mehr Fläche. Gerade wenn mehrere Personen unter dem Tarp schlafen oder man einen geschlossenen Aufbau nutzen möchte, macht das einen enormen Unterschied.
Mehr Platz bedeutet:
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mehr Komfort
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bessere Belüftung
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mehr Bewegungsfreiheit
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und trotzdem zuverlässigen Wetterschutz.
Der nächste Test steht bevor
Inzwischen ist ein Sommer vergangen und der Herbst steht wieder vor der Tür – die perfekte Zeit für lange Abende am Lagerfeuer und Nächte im Wald.
Also habe ich mich wieder an das Gespräch im Harz erinnert und kurzerhand das große 4×4 Tarp bei Fluchtrucksack.de bestellt.
Das Paket ist inzwischen auf dem Weg zu uns.
In der nächsten Bilder-Geschichte werde ich zeigen:
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wie wir das große Tarp aufbauen
-
welche Aufbauarten sich damit ergeben
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und wie es sich im Herbstwetter im Wald bewährt.
Der Herbst kann kommen.
Beste Grüße aus Thüringen
Die Foxy – mit Rocco & Shlomo
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